Domplatz nahe der Propstei

Erinnerungsort

Domplatz nahe der Propstei

47.815510

16.242409

In der Zeit des Ständestaates wurden kirchliche Feste und Feierlichkeiten intensiviert, denn sie sollten die "christlich-deutsche Gesinnung", wie es damals hieß, zum Ausdruck bringen. Die Regierung versuchte möglichst viele Bevölkerungsgruppen bzw. Berufsstände zu integrieren, vor allem die Arbeiterschaft. (Man sprach damals von der "Verchristlichung".) Die Berufsstände sollten für das Gemeinwohl des Staates zusammenarbeiten, der Klassenkampf sollte damit sein Ende finden. Der durch den Katholizismus bestimmte Staat und die Institution der Kirche wirkten für die Menschen zusammen, und die Autorität des christlichen Staates sei durch Gott gegeben - so die Staatstheorie. Eines dieser nun groß gefeierten Feste war unter anderem die Erstkommunion, wie sie am Pfarr- bzw. Domplatz (1936 wurde der Pfarrplatz in Domplatz umbenannt) stattfand. Die Burschen und Mädchen erschienen traditionell in Weiß. Damals galt für die Burschen sichtlich der Matrosenanzug als Kleiderordnung. Der Tag der Erstkommunion war aber auch der Tag des Aufmarsches der Burschen des Österreichischen Jungvolkes der Vaterländischen Front (vgl. die uniformierten Kinder im Hintergrund eines Fotos), worin sich wieder die Verbindung zwischen Kirchen und staatlicher Politik zeigt.

In der Zeit des Ständestaates wurden kirchliche Feste und Feierlichkeiten intensiviert, denn sie sollten die "christlich-deutsche Gesinnung", wie es damals hieß, zum Ausdruck bringen. Die Regierung versuchte möglichst viele Bevölkerungsgruppen bzw. Berufsstände zu integrieren, vor allem die Arbeiterschaft. (Man sprach damals von der "Verchristlichung".) Die Berufsstände sollten für das Gemeinwohl des Staates zusammenarbeiten, der Klassenkampf sollte damit sein Ende finden. Der durch den Katholizismus bestimmte Staat und die Institution der Kirche wirkten für die Menschen zusammen, und die Autorität des christlichen Staates sei durch Gott gegeben - so die Staatstheorie.

Eines dieser nun groß gefeierten Feste war unter anderem die Erstkommunion, wie sie am Pfarr- bzw. Domplatz (1936 wurde der Pfarrplatz in Domplatz umbenannt) stattfand. Die Burschen und Mädchen erschienen traditionell in Weiß. Damals galt für die Burschen sichtlich der Matrosenanzug als Kleiderordnung. Der Tag der Erstkommunion war aber auch der Tag des Aufmarsches der Burschen des Österreichischen Jungvolkes der Vaterländischen Front (vgl. die uniformierten Kinder im Hintergrund eines Fotos), worin sich wieder die Verbindung zwischen Kirchen und staatlicher Politik zeigt.

Bilder

Kinder vor dem Tor der Propstei anlässlich der Erstkommunion, Bild 1, 2. Juni 1935

Datierung: 02.06.1935 Quelle: Sammlung Setznagl Autor: Verlag Tomann Zusatzinfo: Postkarte

Kinder vor dem Tor der Propstei anlässlich der Erstkommunion, Bild 2, 2. Juni 1935

Datierung: 02.06.1935 Quelle: Sammlung Setznagl Autor: Verlag Tomann Zusatzinfo: Postkarte

Kinder vor dem Tor der Propstei anlässlich der Erstkommunion, Bild 3, 2. Juni 1935

Datierung: 02.06.1935 Quelle: Sammlung Setznagl Autor: Verlag Tomann Zusatzinfo: Postkarte

Kinder am Domplatz zur Erstkommunion, 2. Juni 1935

Datierung: 02.06.1935 Quelle: Sammlung Setznagl Autor: Verlag Tomann Zusatzinfo: Postkarte

Kinder vor dem Dom zur Erstkommunion, 2. Juni 1935

Datierung: 02.06.1935 Quelle: Sammlung Setznagl Autor: Verlag Tomann Zusatzinfo: Postkarte