Verkehrs- und Flugwesen

Erster Weltkrieg

Hangars und Flugzeuge am Flugfeld I

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Auf dem militärischen Flugfeld I der Flieger-Kaserne war auch der Exerzierplatz dieser militärischen Einrichtung. Seit der Entwicklung des Flugfeldes ab 1909 und den an der linken, südlichen Seite der Wöllersdorfer Straße bestehenden Hangars mit dem Kaiser-Pavillon in deren Mitte, hatte sich mit dem Bau der Flieger-Kaserne am Flugfeld Erhebliches verändert. Denn es waren mit 1917 zahlreiche Gebäude an der Gürtelstraße bezugsfertig (Verwaltungshauptgebäude, Offiziershaus, Unteroffiziersgebäude etc.) und zwei große Hangars vorhanden. An der südlichen Straßenseite der Wöllersdorfer Straße waren die Hangars und Versorgungsbauten weiter ausgebaut worden. Dabei kamen Holz und Blech (für großflächige und mobile Wände) als Baustoffe zum Einsatz. Das gesamte militärische Gelände war streng bewacht und (zumindest zu den diversen Straßen) umzäunt.

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Hangars und Flugzeuge am Flugfeld II

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Dort, wo heute die Verlängerung der Wöllersdorfer Straße über das Flugfeld verlaufen würde, trennte einst tatsächlich die Wöllersdorfer Straße das Flugfeld I im Südosten der Straße und das Flugfeld II im Nordwesten derselben. Ursprünglich befanden sich nur entlang der südwestlichen Seite der Straße Hangars, in deren Mitte der Kaiser-Pavillon stand. An der nördlichen Straßenseite reihten sich bald ebenso mehrere hölzerne Hangars aneinander. Auf der Höhe der K. u. k. Flieger-Kaserne (Hauptgebäude am Flugfeld I) an der Gürtelstraße machten die Gebäude einen auffälligen Bogen. Die u-förmige Reihung der Gebäude, die Teil der Flieger-Kaserne (am Flugfeld II) waren und unter denen sehr große Hangars und Produktionshallen befanden, war aus der Luft eindeutig zu erkennen. Dabei handelte es sich um eine während des Ersten Weltkriegs typische Bauform militärischer Flugplatz-Anlagen. An der rechten, nördlichen Seite der Wöllersdorfer Straße verliefen Bahnschienen, die auch den bogenförmig aufgebauten Teil der Flieger-Kaserne am Flugfeld II umfassten.

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Österreichische Flugzeugfabrik AG.

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Die Österreichische Flugzeugfabrik AG. lag östlich der Wiener Straße. Zu ihr kam man, wenn man nach Norden fuhr, nach dem K.u.k.Militär-Hafer-Depot die Gleise der Pottendorfer-Bahn überquerte und dann an der Radiatoren-Fabrik vorbeifuhr. Dann sah man zur Rechten die 1909 eröffnete Flugzeugfabrik. Nachdem anfangs Lenkballons (zum Beispiel vom Typ "Parsevall" und "Stagl-Mannsbarth"), dann auch schon für militärische Zwecke (vor allem der Aufklärung), und Flugzeuge mit Daimler-Motoren erzeugt worden waren, wurde die Fabrik zum militärisch ausgerichteten Produktionswerk von Flugzeugen. Die Flugzeuge der ÖFFAG und ihre Leistungsfähigkeit wurden von den Militärpiloten, die in der Fliegerkaserne stationiert wurden, auch getestet und kamen als Aufklärungs- und Kampfflugzeuge in den Kriegseinsatz.

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