Soziales

Erster Weltkrieg

Feuerwehr

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Die Freiwillige Feuerwehr von Wiener Neustadt war eine wichtige Einrichtung für die Sicherheit der Stadt. Die Zentrale der Stadtfeuerwehr befand sich in der Herrengasse 28. Zur Zeit des Ersten Weltkriegs waren es allerdings alsbald nur noch ältere Männer, die hier Dienst taten, nämlich jene, die nicht in die k. u. k. Armee eingezogen wurden und keinen Kriegsdienst an der Front zu leisten hatten. Wie auch in der vergangener Zeit, war die Feuergefahr keineswegs gebannt, vor allem nicht in einer Zeit, als viele Menschen Zigarren und Zigaretten rauchten, noch viele offene Feuerstellen in den Haushalten bestanden und die Feuerschutzmaßnahmen noch relativ dürftig waren. Seit dem großen Stadtbrand von 1834, als unermesslicher Schaden entstanden war, wurde der Feuerwehr in Wiener Neustadt ein wichtiger Stellenwert eingeräumt.

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Kriegsspital im Ersten Weltkrieg

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Im Norden der Stadt wurden 1915 an der Pottendorfer Straße mehrere Holzbaracken errichtet, wo verletzte und verwundete Soldaten medizinisch versorgt wurden. Für die Versorgung der großen Anzahl von Verwundeten mussten in der Stadt überhaupt mehrere Militär-/Notspitäler errichtet werden (z. B. im Neukloster, in der Taubstummenanstalt, in der städtischen Turnhalle etc.). Das "Kriegsspital" wurde zu einer Barackensiedlung größeren Ausmaßes und in durchaus moderner, wenn auch einfacher Form des Holzbaues, in der 1650 Menschen untergebracht werden konnten und in der auch eine Kirchenbaracke nicht fehlen durfte. Um die nicht gehfähigen Soldaten transportieren zu können und durch frische Luft ihre Genesung zu beschleunigen, wurden Schienen im Areal verlegt und die Betroffenen jeweils zu dritt in eigens dafür angefertigten "Rollbetten" händisch von einem Punkt zum anderen geschoben. Die im Kriegsspital verstorbenen Soldaten wurden auf dem städtischen Friedhof bestattet.

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Wohnverhältnisse

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Die Menschen waren während des Ersten Weltkriegs von Armut und Wohnungsnot geplagt. Zwar boten sich in Wiener Neustadt viele Arbeitsplätze in der (Rüstungs-)Industrie, aber das Einkommen war minimal und die Arbeitsbedingungen katastrophal. Es fehlte an allem, und es wurde gespart, wo immer es ging. Die Stadtbevölkerung war seit Kriegsbeginn erheblich angewachsen. Für viele tausende Menschen gab es schließlich nur Notquartiere. Jeder Quadratmeter Grünfläche wurde zum Anbau von Obst und Gemüse genutzt, denn hungrige Mäuler mussten gestopft werden.

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