Politik

Erster Weltkrieg

K.. k. Bezirkshauptmannschaft

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Die Bezirkshauptmannschaft, in der unter anderem auch die Reisepässe ausgestellt wurden, befand sich in Wiener Neustadt in der Wiener Straße im so genannten Posthof. Dieser beherbergte nicht nur die Telegraphenanstalt, also die Telefonzentrale der Stadt, sondern war gleichsam das Hauptpostamt Wiener Neustadts. Darüber hinaus hatten Rechtsanwälte und Geschäftsleute im Posthof ihre Kanzleien und Betriebe. Der Posthof galt als außerordentlich moderne Einrichtung und war eine besondere Adresse. Insofern führte der Weg von Einwohner der Stadt und der Region bisweilen gerne in den Posthof, sei es wegen des Einkaufs in einem der dortigen Geschäfte, aufgrund eines Telefonats, eines aufzugebenden Telegramms oder einer Postsendung oder sei es wegen eines erforderlichen Behördenwegs (z. B. auf das Passamt der Bezirkshauptmannschaft).

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Stadtrat der k.k. Stadt Wiener Neustadt - Heimatschein

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Nicht jeder, der in der Stadt Wiener Neustadt wohnte, hat hier auch sein so genanntes "Heimatrecht". Oft waren es Menschen aus anderen Teilen der Monarchie, die in der Steinfeldstadt Fuß fassen und sich hier eine neue Existenz aufbauen wollten. Zumeist stammten die sich neu ansiedelnden Personen aus dem nahen West-Ungarn, aber auch aus Böhmen, Mähren oder Galizien. Erst wenn diese Einwohner die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten hatten und eine gewissen Zeitdauer in der Stadt gemeldet und berufstätig gewesen waren, konnten sie das Heimatrecht bekommen. Seit 1869 waren ein mindestens 10 Jahre bestehender Wohnsitz in der Stadt und der Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft die Voraussetzungen für den Erhalt des Heimatrechts. Dieses wurde vom Stadtrat der k. k. Stadt Wiener Neustadt mit dem "Heimat-Schein" schriftlich bestätigt und verliehen.

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