Das ehemalige Zentral-Kino - Brodtischgasse 3

Erinnerungsort

Das ehemalige Zentral-Kino - Brodtischgasse 3

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Das ehemalige Zentral-Kino – Brodtischgasse 3 Kino-Pioniere, der Fall Bettauer und „Die Stadt ohne Juden“ Das Zentral-Kino befand sich im Haus des Hotels „Zum goldenen Hirschen“ in der Brodtischgasse 3. Es handelte sich um das erste Kino in Wiener Neustadt. 1898 hatte das Wanderkino von Gottfried Findeis im Hotel Station gemacht. Findeis zeigte (mit seinem in Wiener Neustadt selbst konstruierten Kinematographen) Filme mit dokumentarischem Charakter: „Die Ankunft eines Eisenbahnzuges am Bahnhof Wiener Neustadt“ und „Ausgang der Arbeiter aus der Lokomotivfabrik Wiener Neustadt“ sind Pionier-Beiträge der Filmgeschichte. 1903, also acht Jahre nach den Vorführungen der Brüder Lumière in Paris, war im Festsaal des Hotels ein weiteres Mal ein Kinematograph vorgeführt und der Stummfilm „Ali Baba und die 40 Räuber“ gezeigt worden. 1905 richtete man das erste ständige Kino hier ein. Besucher erreichten den Vorführsaal über eine breite Holzstiege und konnten in der Wartehalle Zuckerwaren kaufen. Im „Lichtspieltheatersaal“ wurden jeden Tag drei Stummfilmvorstellungen geboten, die ein kleines Orchester musikalisch begleitete. Am Beginn der 1930er Jahre kam es zum Wechsel vom Stummfilm- zum Tonfilm-Kino. Zusätzlich wurden damals auch Varieté- und Komiker-Abende im Saal des Kinos veranstaltet. Die Eigentümer waren die beiden jüdischen Brüder Geza (*1875) und Georg Bruchsteiner (*1900), die nach dem „Anschluss“ 1938 sofort in sogenannte „Schutzhaft“ genommen und im nahegelegenen Anhaltelager Wöllersdorf inhaftiert wurden. Zeitgleich übernahm die NSDAP-Kreisleitung das Zentral-Kino, das zu einem Teil des NS-Propaganda-Apparates wurde. Das Zentral-Kino war einer von mehreren Kinobetrieben in Wiener Neustadt und erlangte 1924 traurige Berühmtheit, als der Film „Die Stadt ohne Juden“ nach dem gleichnamigen Roman von Hugo Bettauer aus dem Jahr 1922 bei seiner Aufführung am 11. Oktober 1924 im Wiener Neustädter Zentral-Kino Demonstrationen auslöste. Bettauer wurde wenige Monate später von einem Nationalsozialisten in Wien angeschossen und starb am 26. März 1925 an den Folgen des Attentats. Der Täter, der Zahntechniker Otto Rothstock, wurde von keinem Geringeren als dem Wiener Neustädter Dr. Walter Riehl verteidigt. Der 1872 in Baden geborene Hugo Bettauer war vor allem in den frühen 1920er Jahren ein in Österreich bekannter Journalist und umstrittener Schriftsteller. Er hatte 1899 Österreich verlassen und war in die USA gegangen, wo er in New York als Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen und als Roman-Schriftsteller arbeitete. 1910 kehrte er endgültig nach Österreich zurück und wirkte als Redakteur bei der „Neuen Freien Presse“. Ab 1924 war er Mitherausgeber der Zeitschrift „Sie und Er. Wochenschrift für Lebenskunst und Erotik“, die als sittengefährdend beschlagnahmt wurde, weil sie beispielsweise (Tabu-)Themen wie Emanzipation, Abtreibung, Homosexualität etc. in damals skandalös (sexual-)liberaler Art und Weise aufgriff. Überhaupt war Bettauer Autor einer ganzen Reihe von Kriminalromanen bzw. frivolen Unterhaltungsromanen. Insgesamt produzierte er in kurzer Zeit rund 20 Romane. 1924 wurde sein Roman „Die freudlose Gasse“ von Georg Wilhelm Pabst mit Greta Garbo verfilmt; insgesamt sollten neun Romane des damaligen Bestseller-Autors tatsächlich verfilmt werden. Der Verteidiger des Bettauer-Mörders, Dr. Riehl, war überzeugter Nationalsozialist, 1919 Vorsitzender der „Deutschen Nationalsozialistischen Arbeiterpartei“ (DNSAP) und zum Abgeordneten dieser Partei im Niederösterreichischen Landtag (1919-1920) geworden. Riehl trennte sich allerdings 1923 von der DNSAP, bildete eine neue Partei mit dem Namen „Deutschsozialer Verein“ und gründete 1924 den „Freundschaftsbund Dr. Walter Riehl“, der im Sommer 1924 die Bezeichnung „Deutschsozialer Verein für Österreich“ erhielt. Auch bei der Verteidigung der Schattendorf-Täter sollte er in der Folge 1927 noch eine wichtige Rolle spielen. Insofern hat Wiener Neustadt mit den Personen Hugo Bettauer und Dr. Walter Riehl eine schicksalshafte Verbindung: Die Person Bettauer und sein Werk waren zum Zeitpunkt der Filmaufführung schon seit Längerem seitens der christlich-konservativen, nationalen und nationalsozialistischen Presse in Österreich massiv angegriffen worden. Der öffentlich ausgetragene Konflikt um den Schriftsteller hatte sich zugespitzt, sodass es nur ein Zeichen der durch die Medienberichte aufgeladenen Stimmung war, als sich auch an diesem 11. Oktober 1924 in Wiener Neustadt Aggressionen entluden. Rund 50 „Hakenkreuzler“ hatten sich im Kino versammelt und störten während der gesamten Vorstellung mit Zwischenrufen und dem Werfen von Stinkbomben. Dass gerade der aus Wiener Neustadt stammende Nationalsozialist Dr. Riehl den NSDAP-Kreisen zuzurechnenden Attentäter Bettauers verteidigte, schafft eine eigenartige Verknüpfung in der Geschichte. Aufgrund der medialen Hetze gegen Bettauer, der unter anderem als „Judenschwein“ und „Pornograph“ verunglimpft worden war, sah es der Attentäter vermeintlich als Ziel, seine „Volksgenossen“ vor der „schädlichen Wirkung“ Bettauers zu „schützen“. Die Sittenlosigkeit des Autors – das angeführte Motiv für die Tat – wurde gleichwohl auch anlässlich der Filmvorführung in Wiener Neustadt zum Aufreger. Im Film „Die Stadt ohne Juden“ – darin stellt übrigens Hans Moser einen antisemitischen Parlamentarier dar – wird fast prophetisch vorweggenommen, dass durch ein antijüdisches Gesetz alle Juden aus „Utopia“ (Österreich) vertrieben, später aber wieder zurückgeholt werden, da man sich eingestehen muss, dass sich die Wirtschaft und Kultur des Staates zurückentwickeln. Im Buch heißt es, das Volk sei „verführt“ worden, die Ausweisung der Juden sei ein „Faustschlag gegen die Menschenrechte“ gewesen und habe die Krise im Staat nicht gelöst, sondern verstärkt. Man müsse „die Juden“ nun wieder „hereinlassen“, sodass sie sich mit ihrer „Intelligenz, Emsigkeit und schöpferischen Arbeitskraft“ für das Land betätigen können.   Unterrichtsmaterial (Dr. Walter Riehl): http://www.zeitgeschichte-wn.at/images/Lernmaterialien/11-Der-Wiener-Neust%C3%A4dter-Walter-Riehl.pdf In Wiener Neustadt wurde für eine spezielle Jugendvorführung (am 14.11.2018) ein Vermittlungskonzept erarbeitet und umgesetzt. Dieses wird hier zur Verfügung gestellt werden, um Pädagogen/innen in ihrer Arbeit mit Schülern/innen der Oberstufe, aber auch Kulturvermittler/innen zu unterstützen: Werner Sulzgruber, Handreichung für die Vermittlung des Films „Die Stadt ohne Juden“, Wiener Neustadt 2018. Das Film-Archiv Austria bietet nicht nur die DVD zum Film „Die Stadt ohne Juden“, sondern online auch ein informatives Digitorial zum Film: https://www.filmarchiv.at/digitorial/die-stadt-ohne/ Quellen/Literatur: Hugo Bettauer, Die Stadt ohne Juden, Wien 1922. Werner Sulzgruber, Die jüdische Gemeinde Wiener Neustadt. Von ihren Anfängen bis zu ihrer Zerstörung, Wien 2005. Werner Sulzgruber, Das jüdische Wiener Neustadt. Geschichte und Zeugnisse jüdischen Lebens vom 13. bis ins 20. Jahrhundert, Wien 2010. Österreichisches Biographisches Lexikon (Bettauer) Projekt Gutenberg (Bettauer) http://www.mediathek.at/atom/0E64DD24-355-00095-0005B1F4-0E6443FC  

Wohn- und Geschäftshaus - Schulgasse 9 - Atelier Boskowitz

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Das ehemalige Zentral-Kino – Brodtischgasse 3

Kino-Pioniere, der Fall Bettauer und „Die Stadt ohne Juden“

Das Zentral-Kino befand sich im Haus des Hotels „Zum goldenen Hirschen“ in der Brodtischgasse 3. Es handelte sich um das erste Kino in Wiener Neustadt. 1898 hatte das Wanderkino von Gottfried Findeis im Hotel Station gemacht. Findeis zeigte (mit seinem in Wiener Neustadt selbst konstruierten Kinematographen) Filme mit dokumentarischem Charakter: „Die Ankunft eines Eisenbahnzuges am Bahnhof Wiener Neustadt“ und „Ausgang der Arbeiter aus der Lokomotivfabrik Wiener Neustadt“ sind Pionier-Beiträge der Filmgeschichte. 1903, also acht Jahre nach den Vorführungen der Brüder Lumière in Paris, war im Festsaal des Hotels ein weiteres Mal ein Kinematograph vorgeführt und der Stummfilm „Ali Baba und die 40 Räuber“ gezeigt worden. 1905 richtete man das erste ständige Kino hier ein.

Besucher erreichten den Vorführsaal über eine breite Holzstiege und konnten in der Wartehalle Zuckerwaren kaufen. Im „Lichtspieltheatersaal“ wurden jeden Tag drei Stummfilmvorstellungen geboten, die ein kleines Orchester musikalisch begleitete. Am Beginn der 1930er Jahre kam es zum Wechsel vom Stummfilm- zum Tonfilm-Kino. Zusätzlich wurden damals auch Varieté- und Komiker-Abende im Saal des Kinos veranstaltet. Die Eigentümer waren die beiden jüdischen Brüder Geza (*1875) und Georg Bruchsteiner (*1900), die nach dem „Anschluss“ 1938 sofort in sogenannte „Schutzhaft“ genommen und im nahegelegenen Anhaltelager Wöllersdorf inhaftiert wurden. Zeitgleich übernahm die NSDAP-Kreisleitung das Zentral-Kino, das zu einem Teil des NS-Propaganda-Apparates wurde.

Das Zentral-Kino war einer von mehreren Kinobetrieben in Wiener Neustadt und erlangte 1924 traurige Berühmtheit, als der Film „Die Stadt ohne Juden“ nach dem gleichnamigen Roman von Hugo Bettauer aus dem Jahr 1922 bei seiner Aufführung am 11. Oktober 1924 im Wiener Neustädter Zentral-Kino Demonstrationen auslöste. Bettauer wurde wenige Monate später von einem Nationalsozialisten in Wien angeschossen und starb am 26. März 1925 an den Folgen des Attentats. Der Täter, der Zahntechniker Otto Rothstock, wurde von keinem Geringeren als dem Wiener Neustädter Dr. Walter Riehl verteidigt.

Der 1872 in Baden geborene Hugo Bettauer war vor allem in den frühen 1920er Jahren ein in Österreich bekannter Journalist und umstrittener Schriftsteller. Er hatte 1899 Österreich verlassen und war in die USA gegangen, wo er in New York als Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen und als Roman-Schriftsteller arbeitete. 1910 kehrte er endgültig nach Österreich zurück und wirkte als Redakteur bei der „Neuen Freien Presse“. Ab 1924 war er Mitherausgeber der Zeitschrift „Sie und Er. Wochenschrift für Lebenskunst und Erotik“, die als sittengefährdend beschlagnahmt wurde, weil sie beispielsweise (Tabu-)Themen wie Emanzipation, Abtreibung, Homosexualität etc. in damals skandalös (sexual-)liberaler Art und Weise aufgriff. Überhaupt war Bettauer Autor einer ganzen Reihe von Kriminalromanen bzw. frivolen Unterhaltungsromanen. Insgesamt produzierte er in kurzer Zeit rund 20 Romane. 1924 wurde sein Roman „Die freudlose Gasse“ von Georg Wilhelm Pabst mit Greta Garbo verfilmt; insgesamt sollten neun Romane des damaligen Bestseller-Autors tatsächlich verfilmt werden.

Der Verteidiger des Bettauer-Mörders, Dr. Riehl, war überzeugter Nationalsozialist, 1919 Vorsitzender der „Deutschen Nationalsozialistischen Arbeiterpartei“ (DNSAP) und zum Abgeordneten dieser Partei im Niederösterreichischen Landtag (1919-1920) geworden. Riehl trennte sich allerdings 1923 von der DNSAP, bildete eine neue Partei mit dem Namen „Deutschsozialer Verein“ und gründete 1924 den „Freundschaftsbund Dr. Walter Riehl“, der im Sommer 1924 die Bezeichnung „Deutschsozialer Verein für Österreich“ erhielt. Auch bei der Verteidigung der Schattendorf-Täter sollte er in der Folge 1927 noch eine wichtige Rolle spielen.

Insofern hat Wiener Neustadt mit den Personen Hugo Bettauer und Dr. Walter Riehl eine schicksalshafte Verbindung: Die Person Bettauer und sein Werk waren zum Zeitpunkt der Filmaufführung schon seit Längerem seitens der christlich-konservativen, nationalen und nationalsozialistischen Presse in Österreich massiv angegriffen worden. Der öffentlich ausgetragene Konflikt um den Schriftsteller hatte sich zugespitzt, sodass es nur ein Zeichen der durch die Medienberichte aufgeladenen Stimmung war, als sich auch an diesem 11. Oktober 1924 in Wiener Neustadt Aggressionen entluden. Rund 50 „Hakenkreuzler“ hatten sich im Kino versammelt und störten während der gesamten Vorstellung mit Zwischenrufen und dem Werfen von Stinkbomben. Dass gerade der aus Wiener Neustadt stammende Nationalsozialist Dr. Riehl den NSDAP-Kreisen zuzurechnenden Attentäter Bettauers verteidigte, schafft eine eigenartige Verknüpfung in der Geschichte. Aufgrund der medialen Hetze gegen Bettauer, der unter anderem als „Judenschwein“ und „Pornograph“ verunglimpft worden war, sah es der Attentäter vermeintlich als Ziel, seine „Volksgenossen“ vor der „schädlichen Wirkung“ Bettauers zu „schützen“. Die Sittenlosigkeit des Autors – das angeführte Motiv für die Tat – wurde gleichwohl auch anlässlich der Filmvorführung in Wiener Neustadt zum Aufreger.

Im Film „Die Stadt ohne Juden“ – darin stellt übrigens Hans Moser einen antisemitischen Parlamentarier dar – wird fast prophetisch vorweggenommen, dass durch ein antijüdisches Gesetz alle Juden aus „Utopia“ (Österreich) vertrieben, später aber wieder zurückgeholt werden, da man sich eingestehen muss, dass sich die Wirtschaft und Kultur des Staates zurückentwickeln. Im Buch heißt es, das Volk sei „verführt“ worden, die Ausweisung der Juden sei ein „Faustschlag gegen die Menschenrechte“ gewesen und habe die Krise im Staat nicht gelöst, sondern verstärkt. Man müsse „die Juden“ nun wieder „hereinlassen“, sodass sie sich mit ihrer „Intelligenz, Emsigkeit und schöpferischen Arbeitskraft“ für das Land betätigen können.

 

Unterrichtsmaterial (Dr. Walter Riehl):
http://www.zeitgeschichte-wn.at/images/Lernmaterialien/11-Der-Wiener-Neust%C3%A4dter-Walter-Riehl.pdf

In Wiener Neustadt wurde für eine spezielle Jugendvorführung (am 14.11.2018) ein Vermittlungskonzept erarbeitet und umgesetzt. Dieses wird hier zur Verfügung gestellt werden, um Pädagogen/innen in ihrer Arbeit mit Schülern/innen der Oberstufe, aber auch Kulturvermittler/innen zu unterstützen: Werner Sulzgruber, Handreichung für die Vermittlung des Films „Die Stadt ohne Juden“, Wiener Neustadt 2018.

Das Film-Archiv Austria bietet nicht nur die DVD zum Film „Die Stadt ohne Juden“, sondern online auch ein informatives Digitorial zum Film: https://www.filmarchiv.at/digitorial/die-stadt-ohne/

Quellen/Literatur:
Hugo Bettauer, Die Stadt ohne Juden, Wien 1922.
Werner Sulzgruber, Die jüdische Gemeinde Wiener Neustadt. Von ihren Anfängen bis zu ihrer Zerstörung, Wien 2005.
Werner Sulzgruber, Das jüdische Wiener Neustadt. Geschichte und Zeugnisse jüdischen Lebens vom 13. bis ins 20. Jahrhundert, Wien 2010.
Österreichisches Biographisches Lexikon (Bettauer)
Projekt Gutenberg (Bettauer)
http://www.mediathek.at/atom/0E64DD24-355-00095-0005B1F4-0E6443FC

 

Bilder

Blick von der Lange Gasse in die Brodtischgasse

Datierung: 2015 Autor: Foto Marcel Billaudet

Der erhaltene alte Torbogen des Hauses Brodtischgasse 3

Datierung: 2015 Autor: Foto Marcel Billaudet

Inserat des Zentral-Kinos

Datierung: 1927 Quelle: Adressenbuch Wiener Neustadt 1927 Zusatzinfo: Scan Werner Sulzgruber

Cover der Erstausgabe des Romans „Die Stadt ohne Juden“, 1922

Datierung: 1922 Quelle: Projekt Gutenberg

Dr. Walter Riehl, o. J.

Datierung: o. J. Quelle: Stadtarchiv Wiener Neustadt Autor: unbekannt Zusatzinfo: Fotografie

Hugo Bettauer, o. J.

Datierung: o. J. Quelle: ÖNB Autor: unbekannt Zusatzinfo: Fotografie