Der Rabenturm

Erinnerungsort

Der Rabenturm

47.812070

16.239022

Beethovenallee/-gasse Der Rabenturm   Der südlich des Neu-/Fischauer-/Fleischhacker-Tores nächstgelegene Turm war der „Rabenturm“. Er war einer von insgesamt fünf Zwischentürmen an der Westmauer. Es handelt sich um einen Wehrturm mit drei Geschoßen. Woher sich sein Name ableitet, ist unklar. Spätestens seit dem 15. Jahrhundert findet er sich als „Rabenturm“ bezeichnet. Ob ein Zusammenhang zum Tier, also dem gerne Unheil verkündenden schwarzen Raben besteht, ob eine Nähe zu einem „Rabenstein“ (zu einem Richtplatz bzw. Galgen) gegeben war oder ob man vom Turm aus Raben geschossen hat (wie aus den späteren „Rabenhütten“), lässt sich nicht belegen. Möglicherweise könnte sich der Name auch von Matthias Corvinus (lat. corvus, der Rabe) herleiten lassen. Denn bekanntlich gingen die Belagerungstruppen des ungarischen Königs im Südwesten gegen die Stadtbefestigung der Neustadt vor - wobei der nahe Südwest-Eckturm völlig zerschossen wurde. Nicht weit entfernt von diesem Turm lag südwestlich außerhalb der Stadtbefestigung ein „Gottesacker“, also ein Friedhof, mit einer christlichen Kirche (Kirche St. Ulrich der gleichnamigen Vorstadt). Heute hat die schlagende Burschenschaft „Germania“ hier ihre „Bude“, das heißt ihren Vereinssitz.   Tipps für nahe Sehenswürdigkeiten:  - Kasematten   Quellen/Literatur: Bundesdenkmalamt (Hg.), Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Topographisches Denkmälerinventar. Niederösterreich südlich der Donau. Teil 2, Horn/Wien 2003. Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm Gerhard Geissl, Denkmäler in Wiener Neustadt. Orte des Erinnerns. Berndorf 2013. Erwin Reidinger, Planung oder Zufall. Wiener Neustadt 1192. Wiener Neustadt 1995.  

Beethovenallee/-gasse

Der Rabenturm

 

Der südlich des Neu-/Fischauer-/Fleischhacker-Tores nächstgelegene Turm war der „Rabenturm“. Er war einer von insgesamt fünf Zwischentürmen an der Westmauer. Es handelt sich um einen Wehrturm mit drei Geschoßen.

Woher sich sein Name ableitet, ist unklar. Spätestens seit dem 15. Jahrhundert findet er sich als „Rabenturm“ bezeichnet. Ob ein Zusammenhang zum Tier, also dem gerne Unheil verkündenden schwarzen Raben besteht, ob eine Nähe zu einem „Rabenstein“ (zu einem Richtplatz bzw. Galgen) gegeben war oder ob man vom Turm aus Raben geschossen hat (wie aus den späteren „Rabenhütten“), lässt sich nicht belegen. Möglicherweise könnte sich der Name auch von Matthias Corvinus (lat. corvus, der Rabe) herleiten lassen. Denn bekanntlich gingen die Belagerungstruppen des ungarischen Königs im Südwesten gegen die Stadtbefestigung der Neustadt vor - wobei der nahe Südwest-Eckturm völlig zerschossen wurde.

Nicht weit entfernt von diesem Turm lag südwestlich außerhalb der Stadtbefestigung ein „Gottesacker“, also ein Friedhof, mit einer christlichen Kirche (Kirche St. Ulrich der gleichnamigen Vorstadt).

Heute hat die schlagende Burschenschaft „Germania“ hier ihre „Bude“, das heißt ihren Vereinssitz.

 

Tipps für nahe Sehenswürdigkeiten: 

- Kasematten

 

Quellen/Literatur:

Bundesdenkmalamt (Hg.), Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Topographisches Denkmälerinventar. Niederösterreich südlich der Donau. Teil 2, Horn/Wien 2003.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

Gerhard Geissl, Denkmäler in Wiener Neustadt. Orte des Erinnerns. Berndorf 2013.

Erwin Reidinger, Planung oder Zufall. Wiener Neustadt 1192. Wiener Neustadt 1995.

 

Bilder

Der Rabenturm mit seinem Zugang - betrachtet von Westen

Datierung: 2017 Quelle: Sammlung Sulzgruber Autor: Werner Sulzgruber Copyright: Werner Sulzgruber Zusatzinfo: Foto

Ansicht des Rabenturms von Nordwesten

Datierung: 2017 Quelle: Sammlung Sulzgruber Autor: Werner Sulzgruber Copyright: Werner Sulzgruber Zusatzinfo: Foto

Näherer Blick auf die Westseite des Rabenturms

Datierung: 2017 Quelle: Sammlung Sulzgruber Autor: Werner Sulzgruber Copyright: Werner Sulzgruber Zusatzinfo: Foto

Rabenturm und die nach Süden anschließende Stadtmauer

Datierung: 2017 Quelle: Sammlung Sulzgruber Autor: Werner Sulzgruber Copyright: Werner Sulzgruber Zusatzinfo: Foto

Blick vom Fuße des Rabenturms auf die Stadtmauer nach Süden

Datierung: 2017 Quelle: Sammlung Sulzgruber Autor: Werner Sulzgruber Copyright: Werner Sulzgruber Zusatzinfo: Foto

Blick von der Bahngasse entlang der Stadtmauer zum Rabenturm

Datierung: 2017 Quelle: Sammlung Sulzgruber Autor: Werner Sulzgruber Copyright: Werner Sulzgruber Zusatzinfo: Foto

Ansicht der Ostseite des Rabenturms, 1950er Jahre

Datierung: 1950er Jahre Quelle: Sammlung Tschank Autor: Tschank Zusatzinfo: Foto