Der Jakober-Turm

Erinnerungsort

Der Jakober-Turm

47.810350

16.240179

Kapuziner-Kloster – Bahngasse Der Jakober-Turm   Ein noch erhaltener Zwischenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung steht unweit des Kapuziner-Klosters, das sich in der Bahngasse befindet. Er verdankt der örtlichen Kirche des Kapuziner-Bettelordens seinen Namen. Denn die Bezeichnung Jakober-Turm leitet sich von der von ihm nur wenige Meter nördlich gelegenen Klosterkirche St. Jakob (der Kapuzinerkirche) ab. In einem Tür-Überlager sind sowohl das für Kaiser Friedrich III. kennzeichnende Kürzel AEIOU als auch die Jahreszahl 1471 (oder 1477) zu lesen. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Turm vermutlich saniert und/oder verändert. Während des Zweiten Weltkrieges diente der Turm als Luftschutzraum, wie zum Beispiel an dem betonierten Vorbau zum Eingang sofort zu erkennen ist.   Anmerkung: Aber wo ist der „Brüder-Turm“? Der Jakober-Turm wird übrigens in der Literatur auch als „Brüder-Turm“ bezeichnet. Aber nicht nur er, sondern auch der südwestliche Eckturm. Zum Beispiel nennt Dipl.-Ing. Dr. Erwin Reidinger – der Forscher, welcher bewiesen hat, dass die Neustadt im Jahre 1192 gegründet wurde – den Jakober-Turm „Brüder-Turm“. Im Gegensatz zu ihm verwendet man im Österreichischen Städteatlas und im Dehio-Handbuch des Bundesdenkmalamtes (über die Kunstdenkmäler Österreichs) die Bezeichnung „Brüder-Turm“ für den südwestlichen Eckturm. Der Name „Brüder-Turm“ wird also für zwei unterschiedliche Bauwerke eingesetzt, was verwirrend ist. Je nachdem welche Quelle ein Autor nützt, ist vom einen oder anderen als „Brüder-Turm“ die Rede – also Achtung! Die Bezeichnung „Brüder-Turm“ leitet sich vom alternativen Namen für die Kapuziner, die bekanntlich auch Minderbrüder genannt wurden, ab oder steht in Zusammenhang mit dem ganzen südwestlichen Stadtviertel der Neustadt, das Minderbrüderviertel bzw. Brüderviertel hieß. Es ist demnach sowohl für den Jakober-Turm als auch den südwestlichen Eckturm aufgrund der räumlichen Lage logisch, dass einer von beiden „Brüder-Turm“ hieß, aber nicht eindeutig zuzuordnen. Der historische Name Jakober-Turm ist für den gleich südlich des Kapuziner-Klosters stehenden Zwischenturm jedoch eindeutig.   Tipps für nahe Sehenswürdigkeiten:  - Kapuzinerkirche und Kapuziner-Kloster - QR-Code-Station Café Casino Bank (beim Eingang der Firma Leiner in der Bahngasse): http://www.zeitgeschichte-wn.at/stadt-spaziergaenge/qr-code-stationen-in-town/pplace/511?pfadid=10   Quellen/Literatur: Adolf Höggerl, Alt-Neustadt. Kunstdenkmäler und historische Gedenkstätten der autonomen Stadt Wiener Neustadt. Wiener Neustadt 1954. Erwin Reidinger, Planung oder Zufall. Wiener Neustadt 1192. Wiener Neustadt 1995. Städteatlas Wiener Neustadt auf: http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/wiener-neustadt/  

Der Stubenberger-Turm

47.810110

16.241722

Kapuziner-Kloster – Bahngasse

Der Jakober-Turm

 

Ein noch erhaltener Zwischenturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung steht unweit des Kapuziner-Klosters, das sich in der Bahngasse befindet. Er verdankt der örtlichen Kirche des Kapuziner-Bettelordens seinen Namen. Denn die Bezeichnung Jakober-Turm leitet sich von der von ihm nur wenige Meter nördlich gelegenen Klosterkirche St. Jakob (der Kapuzinerkirche) ab.

In einem Tür-Überlager sind sowohl das für Kaiser Friedrich III. kennzeichnende Kürzel AEIOU als auch die Jahreszahl 1471 (oder 1477) zu lesen. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Turm vermutlich saniert und/oder verändert.

Während des Zweiten Weltkrieges diente der Turm als Luftschutzraum, wie zum Beispiel an dem betonierten Vorbau zum Eingang sofort zu erkennen ist.

 

Anmerkung: Aber wo ist der „Brüder-Turm“?

Der Jakober-Turm wird übrigens in der Literatur auch als „Brüder-Turm“ bezeichnet. Aber nicht nur er, sondern auch der südwestliche Eckturm. Zum Beispiel nennt Dipl.-Ing. Dr. Erwin Reidinger – der Forscher, welcher bewiesen hat, dass die Neustadt im Jahre 1192 gegründet wurde – den Jakober-Turm „Brüder-Turm“. Im Gegensatz zu ihm verwendet man im Österreichischen Städteatlas und im Dehio-Handbuch des Bundesdenkmalamtes (über die Kunstdenkmäler Österreichs) die Bezeichnung „Brüder-Turm“ für den südwestlichen Eckturm. Der Name „Brüder-Turm“ wird also für zwei unterschiedliche Bauwerke eingesetzt, was verwirrend ist. Je nachdem welche Quelle ein Autor nützt, ist vom einen oder anderen als „Brüder-Turm“ die Rede – also Achtung!

Die Bezeichnung „Brüder-Turm“ leitet sich vom alternativen Namen für die Kapuziner, die bekanntlich auch Minderbrüder genannt wurden, ab oder steht in Zusammenhang mit dem ganzen südwestlichen Stadtviertel der Neustadt, das Minderbrüderviertel bzw. Brüderviertel hieß. Es ist demnach sowohl für den Jakober-Turm als auch den südwestlichen Eckturm aufgrund der räumlichen Lage logisch, dass einer von beiden „Brüder-Turm“ hieß, aber nicht eindeutig zuzuordnen. Der historische Name Jakober-Turm ist für den gleich südlich des Kapuziner-Klosters stehenden Zwischenturm jedoch eindeutig.

 

Tipps für nahe Sehenswürdigkeiten: 

- Kapuzinerkirche und Kapuziner-Kloster

- QR-Code-Station Café Casino Bank (beim Eingang der Firma Leiner in der Bahngasse): http://www.zeitgeschichte-wn.at/stadt-spaziergaenge/qr-code-stationen-in-town/pplace/511?pfadid=10

 

Quellen/Literatur:

Adolf Höggerl, Alt-Neustadt. Kunstdenkmäler und historische Gedenkstätten der autonomen Stadt Wiener Neustadt. Wiener Neustadt 1954.

Erwin Reidinger, Planung oder Zufall. Wiener Neustadt 1192. Wiener Neustadt 1995.

Städteatlas Wiener Neustadt auf: http://mapire.eu/oesterreichischer-staedteatlas/wiener-neustadt/

 

Bilder

Der Jakober-Turm vom Garten des Kapuziner-Klosters aus betrachtet

Datierung: 2017 Quelle: Sammlung Sulzgruber Autor: Werner Sulzgruber Copyright: Werner Sulzgruber Zusatzinfo: Foto

Blick auf das obere Geschoß des Jakober-Turms mit einem später eingebauten Zugang

Datierung: 2017 Quelle: Sammlung Sulzgruber Autor: Werner Sulzgruber Copyright: Werner Sulzgruber Zusatzinfo: Foto

Nordöstliche Ecke des Jakober-Turms mit Anbau und Eingang

Datierung: 2017 Quelle: Sammlung Sulzgruber Autor: Werner Sulzgruber Copyright: Werner Sulzgruber Zusatzinfo: Foto

Tür in den Jakober-Turm - mit Luftschutzraum-Vorbau aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs

Datierung: 2017 Quelle: Sammlung Sulzgruber Autor: Werner Sulzgruber Copyright: Werner Sulzgruber Zusatzinfo: Foto

Nordwestliche Ecke des Turms mit Zugangsbereich

Datierung: 2017 Quelle: Sammlung Sulzgruber Autor: Werner Sulzgruber Copyright: Werner Sulzgruber Zusatzinfo: Foto